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Der Igel ist kein Haustier!
Der Umweltpark-München warnt vor dem zu schnellen "Einsammeln" der Jungigel und zu einer vorsichtigen Fahrweise
Igel kennt fast jeder. Die Kinder als Comic-Figur oder als Plüschtier, Gartenbesitzer als Schneckenvertilger und Autofahrer als stachelige Hindernisse, denen sie hoffentlich ausweichen.
Wenn es um das Thema „Igel“ und „Igelschutz im Garten“ geht, dann denken manche Tier- und Gartenfreunde eigentlich nur an - den Winter. „Das ist aber zu kurz gegriffen“, meint der Umweltpark-München und ruft daher dazu auf, den Garten „igelgerecht“ werden zu lassen.
Im beginnenden Herbst wuseln die kleinen Stachelbälle, zum Teil auch tagsüber, in den heimischen Gärten umher, um sich an Insekten, Würmern und Schnecken zu laben. Nicht immer werden Sie dabei von der Mutter begleitet und dabei leider nicht selten "eingesammelt", um es in menschlicher Obhut "besser" zu haben.
Von großer Bedeutung hierfür sind naturnahe Gärten mit dichten Hecken und einheimischen Gehölzen sowie Reisig-, Laub- und Komposthaufen sowohl als Nahrungsräume als auch als Winterquartier. Der Umweltpark-München appelliert auch an die nicht selbst- kompostierenden Gartenbesitzer, zumindest einen Teil des Laubes erst im Frühjahr zu entfernen.
Der Igel gehört zu den geschützten Tierarten, die weder gefangen noch getötet werden dürfen. Das Bundesnaturschutzgesetz beschränkt eine Naturentnahme auf absolute Ausnahmen: Ausschließlich verletzte oder kranke Igel dürfen zeitweise aufgenommen werden um sie gesund zu pflegen.
Für den Zeitpunkt des Winterschlafs ist nicht der Monat entscheidend, sondern die Außentemperatur.
Die erste Frostperiode ist häufig nur von kurzer Dauer. Diesem Rhythmus passen sich alle Igel an. Demzufolge ist es normal, dass sie auch noch im November oder wieder im Februar anzutreffen sind. Bei unseren milden Wintern ist der Winterschlaf des Igels relativ kurz und somit auch das Überwinterungsgewicht nicht von so großer Bedeutung.
Der Natur ist wenig geholfen, wenn einzelne Tiere, die allein nicht überlebensfähig sind, nur durch menschliche Hilfe über den Winter kommen. Der Winter ist eine Zeit der biologischen Auslese, die zur Gesunderhaltung der Population beiträgt und damit der Artenhaltung dient.
Deshalb sollen bei Winterausbruch auch mittelgroße Igel in der Natur, bzw. in Gärten verbleiben. Dort kann man erforderlichenfalls ab dem Spätherbst kleinere Igel durch maßvolles Zufüttern von Hundefutter oder Feuchtfutter, Katzenfutter, ungewürztem Rührei, mit Igeltrockenfutter gemischt, auf die Winterruhe vorbereiten helfen.
Keinesfalls darf man den Tieren Milch anbieten. Die beste Igelhilfe ist jedoch nach wie vor eine naturnahe Gestaltung des Gartens, besonders auch im Winterhalbjahr.
Im Zweifelsfall sollte sich der Naturfreund mit dem Umweltpark-München in Verbindung setzen.
Wertvolle Tipps zur igelgerechten Gartenpflege gibt dem Umweltpark-München in der Informationsbroschüre „Igelschutz des Deutschen Tierschutzbundes.
Der Igel gehört zu den geschützten Tieren, die weder gefangen noch getötet werden dürfen. Eine Entnahme aus der Natur ist auf absolute Ausnahmen beschränkt. Ausschließlich verletzte oder kranke Igel und nachweislich verwaiste Jungigel dürfen vorübergehend aufgenommen werden, um sie gesund zu pflegen.
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